dr–ben Logo oberer Teil   english language services oberer Teil    
dr–ben Logo unterer Teil   english language services unterer Teil  
             
 
             
    Sprache-Lernen: keine Hexerei   Sprachliches
(Übersetzungsqualität)
 
fragen-und-antworten-symbole  

gelber Bulletpunkt   Der Erwerb einer Sprache – sei es die Muttersprache im Kindesalter oder eine Fremdsprache im Erwachsenenalter – ist ein faszinierender Prozess, der von den diversen Theorien, die dazu entwickelt wurden, nie ganz eingefangen wird. Und wie immer, wenn etwas, das wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt ist, auf erhebliche Marktnachfrage trifft, hat der Sektor "Sprachtraining" einiges an Patentrezepten hervorgebracht. Aber nur weil etwas ein wenig gehemnisvoll ist, muss es noch lange keine Hexerei sein...

gelber Bulletpunkt   Definieren wir einmal Sprachtraining als die Vermittlung aktiver Sprachkenntnisse, und zwar an Standorten, wo die betreffende Sprache nicht die Landessprache darstellt. Das klingt heute wie etwas Normales und Selbstverständliches; es ist aber ein recht modernes Phänomen. Kurz vor 1400 A.D. schrieb Geoffrey Chaucer die Zeilen:

"And frenssh she spak ful faire and fetisly
After the scole of Stratford atte Bowe
For frenssh of Parys was to hire unknowe"

(d.h. "Französisch sprach sie schön und fein, nach der Art von Stratford Bow; denn Französisch von Paris war ihr unbekannt")

gelber Bulletpunkt   Die so beschriebene Frau ist eine Nonne, die sich des im damaligen England als vornehm geltenden Anglonormannischen befleissigt hatte. Toller Hecht Chaucer kann hingegen das "Französisch von Paris" mit den Besten parlieren. Wo haben die beiden ihre jeweilige Zweitsprache gelernt? Sie in einem Kloster; er möglicherweise bei einem Hauslehrer, jedenfalls aber auf seinen vielen Reisen, zuerst als Soldat, dann als Diplomat. Bei den langsameren Reisen von damals gab es wohl Gelegenheit, die aktiven Fremdsprachenkenntnisse unterwegs zu entwickeln. Schulen für etwas breitete Bevölkerungsschichten konzentrierten sich lange Zeit auf die klassischen Sprachen; der Beschäftigung mit deren Grammatik wurde auch als Selbstzweck ein hoher Wert beigemessen, wie Sie in einer Szene von Monty Python sehen können. Schulunterricht in modernen Sprachen folgte tendenziell dem gleichen Muster. Eine Fremdsprache wirklich sprechen lernte man nach wie vor in der Oberschicht von einer ausländischen Amme oder einem Hauslehrer, sowie in allen Schichten der Gesellschaft – aber in relativ kleinen Zahlen – einfach durchs Hinfahren.

gelber Bulletpunkt   Es ist also kaum zufällig, dass Sprachschulen für Geschäftsleute und TouristInnen erst dann überall aus dem Boden geschossen sind, wo das Reisen unter Dampf es Menschen in größeren Zahlen ermöglichte, für kurze Zeit wohin, und wieder zurück zu fahren. Zum ersten Mal war das Bedürfnis da, sich im fremden Land vom ersten Moment weg – zumindest über praktische Notwendigkeiten – in der Landessprache verständigen zu können. Und dem Zeitgeist entsprechend, traten dann Bildungsreformer auf den Plan, die ihre Unterrichtsformen einerseits als so neu und fortschrittlich wie Eisenbahnen, und andererseits als Wiederentdeckung des eigentlich Natürlichen vermarktet haben. Francois Gouin bedient sich im ersten Kapitel seines Buchs L'Art d'Énseigner et d'Étudier les Langues (1880) (eingescannte Übersetzung ins Englische hier>>) zunächst eines Eisenbahn–Metaphers und geht dann nahtlos zu romantisch gefärbten Betrachtungen vom Spracherwerb bei einem Kind über. Auch die Entstehung der "Berlitz Method" wird mit einer Erzählung erklärt, in der ein Französischlehrer, der selbst kein Englisch konnte, einen bemerkenswerten Erfolg erzielte. Und wenn Sie heute in der Buchhandlung vor dem Fremdsprachenregal stehen, werden Ihnen etliche bunte Umschläge und Schachteln den schnellen Erfolg feilbieten. Viele dieser Produkte sind auch gut, sie sind halt nur meistens weniger einzigartig als sie angeben. Der Weg zu aktiven Kenntnissen einer Fremdsprache ist immer individueller als irgendwelche Standardpakete, und hat auch dann mit uralten menschlichen Lernmechanismen zu tun, wenn das Hilfsmittel, das Sie verwenden, sich als die allerneueste Methode verkauft.

gelber Bulletpunkt   Wir sollten auch nicht vergessen, dass in alten wie neuen Zeiten immer viele Menschen, vor allem ärmere MigrantInnen, sich neue Sprachen angeeignet haben, ohne überhaupt einen Sprachunterricht zu besuchen. Sprachen lernen ist also nicht nur etwas für "gebildete", sondern es ist eine Sache von Fähigkeiten, die nahezu jeder und jede besitzt. Was diese sind und wie sie aktiviert werden können, wird auf der nächsten Seite beschrieben>>



Zum Feedbackformular

    •  Keine Hexerei
 • Elemente des
    Sprache-Lernens

 • Ausgangs–
    & Endpunkte
 
   
Häufig gestellte Fragen  
 • Was ich mache
 • Fachgebiete
 • Zeit & Kapazität
 • Abläufe
 • Auftrags–
    Checkliste

 • Extras
 • Andere
    DienstleisterInnen
 
   
Übersetzungsqualität  
 • Übersicht
 • Verwendungs–
    zweck I

 • Verwendungs–
    zweck II

 • Qualifikationen
 • ÖNORM EN 15038
 • Prüfen lassen!
 • Sach-verständig!
 • Checkliste
    Übersetzungsbüros
 
   
Technisches  
 • Software
 • Tour de Büro
 
   
Geschichte  
 • Vita B. Hemmens
 • Wie alles–
    begann(1)

 • Wie alles–
    begann(2)

 • Wie alles–
    begann(3)
 
   
Rahmenbedingungen  
 • Preis-Fragen
 • Haftung
 • PartnerInnen
 • Urheberrecht
 • Gewerberecht
 • "Freie
    Dienstverhältnisse"